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Folk’n’Fusion - die Idee dahinterDas Projekt „Folk‘n‘Fusion“ fördert musikalische Traditionen und Fusionen. Damit etabliert es das Genre „Weltmusik“ als kulturelle Praxis in Hildesheim. Traditionen und FusionenFolkmusik entsteht aus den jeweils unterschiedlichen Traditionen regionaler Kulturen. Ihre Formen und Inhalte verändern und entwickeln sich weiter in längeren Prozessen mündlicher Überlieferung. Texte werden und wurden aktuellen Anlässen sowie politischen und pädagogischen Zwecken angepasst. In Melodien, Rhythmen und Harmonien hat „Volksmusik“ trotz ihrer Ausbreitung und Experimentierfreude regionaltypische Ausprägungen aufrecht erhalten, die in ihrer Wirkung weit über ihre Entstehungsorte hinausweisen. Ihre Einflüsse lassen sich des Weiteren vielfältig in der Kunstmusik erkennen. In den letzten Jahrzehnten hat sich „Weltmusik“ als Genre etabliert. Unter diesem Begriff fasst man sowohl regionale Musikstile zusammen, als auch Stilverbindungen. Da sich viele professionelle MusikerInnen mit der Folkmusik weltweit auseinandersetzen, wird bearbeitete Volksmusik zur traditionsübergreifenden Kunstform. „Folk‘n‘Fusion“ greift die innovative Kultur der Folkmusik auf und setzt auf die Verknüpfung unterschiedlicher Musikelemente. Ob Jazz, Pop, Rock, Klassik oder zeitgenössische Musik, exotisches Instrumentarium, außereuropäische Polyrhythmen oder neue Stilverbindungen die erprobt werden immer geht es um das Aufeinandertreffen von verschiedenen Elementen, die neue Hörerlebnisse ermöglichen. Folkmusik als interkulturelle Praxis„Volksmusik“ als Alltagskultur hatte in der Vergangenheit mehr Kommunikations- als Darbietungscharakter. Gemeinsames Singen, Musizieren und Tanzen diente als emotionales Ausdrucksmittel bei dörflichen oder kleinstädtischen Festen (Jahresfeste, Hochzeiten, Beerdigungen) oder es war funktional in alltäglichen Lebensprozessen (Arbeit, Liebe, Unterhaltung) integriert. Eine wichtige Rolle spielte Folkmusik weltweit auch in sozialen und politischen Kampf gegen Unterdrückung und für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen. Dieser musikalischen Alltagskultur widerspricht die strikte Trennung von aktiven Profis „oben“ auf der Bühne und einem rezeptiven Publikum „unten“ im Konzertsaal oder auf dem Festivalsplatz. Der Ansatz des „Folk‘n‘Fusion“ fördert engen Austausch und aktive Kommunikation zwischen KünstlerInnen und Publikum über das Medium Musik in Sessions, Instrumental- und Ensemblekursen, Liederworkshops, Tanzveranstaltungen und interaktiven Konzerten. Mit diesen Konzept möchten wir die strikte Grenze zwischen Laien und Profis verringern und interkulturelle Gemeinschaft erlebbar machen. Ideal für dieses Ziel ist der Veranstaltungsort: das selbstverwaltete Wohn- und Kulturprojekt TrillkeGut in Hildesheim, indem mehr als 50 Menschen das ganze Jahr über Gemeinschaft leben und pflegen wird. Die vielseitigen, schönen Räumlichkeiten des TrillkeGuts und angegliederter Projekte ermöglichen einen ungezwungenen Autausch und eine familiäre Atmosphäre. |


