Tanzen, Feiern, Fusionen
Interview mit Wilma und Christian über das 13. Folk'n'Fusion Festival

3 Tage. 3 Spielstätten. 90 Künstler*innen. Vom 27. bis 29. Oktober findet das 13. Folk'n'Fusion-Festival im Hildesheimer Trillke Gut statt. 25 internationale, nationale und regionale Gruppen haben sich angekündigt. Von Elektro bis Heavy Brass Metal, von sphärischen Klängen bis Köterfolk. Christian und Wilma, die diesjährige Festivalleitung, erzählen im Gespräch mit Max, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, welche Besonderheiten das Publikum beim 13. Folk'n'Fusion-Festival erwarten.

Wilma und Christian, ihr habt in diesem Jahr die Leitung des Folk'n'Fusion übernommen. Was hat euch an dem Festival gereizt?

Christian: Ich finde das Konzept total spannend, dass sich viele Musikstile an einem Ort begegnen und fusioniert werden. So entsteht immer wieder Neues. Etwa bei einer Band wie Fumaça Preta, die eine irre Mischung aus psychedelischem 60s Rock und Latin spielen. Oder Ottone Pesante, eine italienische Heavy Metal-Brassband mit richtig Wumms. Auf dem Folk'n'Fusion lässt sich beim Tanzen und Feiern der musikalische Horizont erweitern.

Wilma: Besonders ist auch die Atmosphäre des Festivals. Ob schweißtreibende Party in der Kneipe, intime Akustikkonzerte im Gewächshaus oder der Ballsaal mit seinem besonderen Flair. Im Trillke Gut ist am Festival-Wochenende für jeden etwas dabei. Am Samstag werden Workshops angeboten – ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie. Für die Partymeuten gibt’s tanzbare Beats bis spät in die Nacht. Und zur Matinee am Sonntagvormittag können alle Generationen zusammenkommen.

Welche Besonderheiten erwarten das Publikum in diesem Jahr?

Wilma: Ein Fokus wird am Freitagabend auf dem Thema „Bal Folk“ liegen. Deshalb haben wir die europaweite Szene nach Hildesheim eingeladen, außerdem Bal Folk-Bands wie Jelemo aus Hildesheim – oder Ba.fnu aus Tschechien. Drei Jungs, die traditionellen tschechischen Folk mit elektronischen Beats und Samples verbinden. Richtig spannend!

Christian: Neu ist auch das Party-Ticket. Feierwütige, die nach 1 Uhr das Festival besuchen und die Nacht durchtanzen wollen, kommen Freitag und Samstag für je 5 Euro rein.

Das Folk'n'Fusion ist ja zugleich ein soziokulturelles Projekt. Worin zeigt sich der soziale Charakter des Festivals?

Christian: Erst einmal geht’s uns darum, den Zugang zum Folk'n'Fusion allen zu ermöglichen. Unabhängig von Herkunft oder finanziellen Möglichkeiten. Gelebte Solidarität – das reicht von der Zusammenarbeit mit lokalen Vereinen wie dem Asyl e.V. und KulturLeben, bis zu den Eintrittspreisen, die in diesem Jahr wieder nach Selbsteinschätzung gezahlt werden. Schließlich wissen unsere Besucher*innen am besten, wie viel sie beitragen können.

Wilma: Und das geht auch ohne Bares. Wer etwas Arbeitszeit mitbringt kann auch eine Thekenschicht übernehmen oder beim Aufbau helfen, und sich so das Festivalticket verdienen.

Mitmachen ist aber auch ein zentraler Baustein des Festivalprogramms …

Christian: Stimmt. Bei Workshops wie „Ausprobieren am Mischpult“ oder „Techniken für Improvisation“ kann man Neues ausprobieren und die unterschiedlichsten Leute kennenlernen.

Wilma: Außerdem schlägt wieder Walter von Lingens Klangspielzelt auf. Es wird eine Kinderbetreuung geben: Verkleiden, Basteln und Musikmachen. Nicht zu vergessen, der Survival-Workshop für Bal Folk-Tänze, damit am Freitagabend niemand neben der Tanzfläche stehen muss.

Christian (lacht): Gelebte Solidarität eben.

Das 14. Folk'n'Fusion Festival findet vom 26. bis 28. Oktober 2018 statt!

Plakat Folk'n'fusion 2017

Förderer des Festivals
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